Theresa Bolte – Auf der Kommandobrücke

Von Theresa Bolte (15)

(Ein kleiner Einblick ins Spezi)

Ich bin leergetrunken. Leergetrunken, innen hohl, guter Klangkörper. Ich singe gerne, ich mag tiefe Töne, tiefe Töne spürt man.

2.12 a, das ist meine Zimmernummer, doch die meiste Zeit bin ich woanders, im Viererzimmer, bei Josua, im Berghain, nicht zwischen zwei Stühlen, zwischen zwei Zimmern, heutzutage hat man Stoff und Schnaps und Instagram, creepy shit, irgendwie habe ich Anneke wenig gesehen.

Fanny und Josua zerschnippeln Pfandflaschen, zerschnippelt werde ich, wenn ich hier weg muss, ich will nicht. Blaue Kreide im Gesicht ist unnatürlich, Essen auch, Essen ist verschlingen, verspeisen, wegzaubern, Zucker auf der Zunge und Gedanken im Kopf. Gedanken brauchen Luft, brauchen Raum, ich finde die Decke im Berghain interessant und die Geschichten der anderen.

Nirvana ist unplugged schöner und die Welt kein Kreis. Manchmal würde ich mich gerne neu ausdrucken, aus PET-Flaschen im 3D-Drucker, plastic sucks, hey, keine Ideen klauen.

Du klaust nicht, du lügst nicht, Jugend forscht, Jugend musiziert, Jugend scheint viel zu machen. Nehmt mich mit. Nehmt mich mit, lasst uns lachen, Lachen ist gut für uns, Singen oft nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit, einfach ungefragt Räume mit Tönen anzufüllen ist im Kapitalismus bestimmt verboten, alles still – alles laut, ich mag euch, ihr seid cool, aber nur bis nach der Lesung, dann ab in`s Kaff, ab in`s Bett, gute Nacht.

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